Die aktuell schwierige Situation in unserer Gesellschaft macht uns allen schwer zu schaffen. Das Miteinander vor das Trennende zu stellen ist uns dabei sehr wichtig. Einander zuhören und gemeinsam in einen Dialog zu kommen betrachten wir als Basis einer gelungenen Dorfgemeinschaft.

Verbunden mit der Weihnachtszeit und dem bevorstehenden Jahreswechsel möchten wir unsere Gedanken dazu mit euch teilen:
Die anhaltende Pandemie, mit all den laufenden Einschränkungen und Verordnungen, führt dazu, dass die Stimmung in unserer Gesellschaft und auch in unserem Dorf angespannt ist.
Es erschreckt uns, wenn wir erleben, wie unser Miteinander immer stärker leidet, wenn Menschen beschimpft oder angegriffen werden, es kein Verständnis für gegenteilige Meinungen mehr gibt.
Auch wenn es oftmals schwer fällt einen konträren Standpunkt zu akzeptieren, halten wir es für sehr wichtig, dass wir alle versuchen, andere Einstellungen zu verstehen und damit verhindern, dass die Kluft in unserer Gesellschaft noch größer wird.
Vielleicht hilft es, wenn wir uns daran erinnern, gegen welche Herausforderung wir überhaupt ankämpfen. Unsere gemeinsamen Anstrengungen sollen dem Virus und nicht dem Nachbar oder der Arbeitskollegin mit einer anderen Meinung gelten.

Gemeinschaft und Freiheit
Heißt es momentan nicht eher Gemeinschaft ODER Freiheit? Sind das zwei Gegensätze geworden?
Müssen wir uns aussuchen, ob wir frei sein wollen – also uns persönlich frei fühlen von äußerem Druck oder Zwang – oder ob wir uns für Gemeinschaft und Solidarität entscheiden?
Ein Zitat von Nelson Mandela erscheint uns in diesem Zusammenhang besonders passend: „Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.“
Es kann uns alle zum Nachdenken bringen: Was bedeutet für mich persönlich Freiheit? Und wann beginnt meine eigene Freiheit die Freiheit des anderen übermäßig einzuschränken?
Spaltung der Gesellschaft bedeutet eine unüberwindbare Kluft zwischen Gruppen, die Freiheit unterschiedlich definieren. Können wir uns nicht auf einen Freiheitsbegriff verständigen der auch Verantworten für andere beinhaltet.
Es geht um Gemeinschaft und Solidarität und nicht um Freiheitsberaubung. In einer funktionierenden Gemeinschaft gibt es nicht nur Bürgerrechte sondern auch Bürgerpflichten. Freiheit hat Grenzen, denn nur wenn jede:r einzelne Verantwortung übernimmt, funktioniert unsere Gesellschaft.

Dialog schafft Verständnis und darauf baut Vertrauen
Eines ist klar: Eine gespaltene Gesellschaft schadet uns allen.
Wir müssen daher im Austausch bleiben. Das kann ein kritisches Gespräch mit konträren Meinungen sein, aber die Wertschätzung der anderen Person, auch wenn sie nicht meiner Meinung ist, darf nicht auf der Strecke bleiben. Es kann auch eine Stärke sein, wenn man seine Meinung ändert. Wir sind in dieser Pandemie mit so viel Neuem und Unbekanntem konfrontiert. Das Wissen und die Erkenntnisse daraus wachsen ständig. Daher ist es nicht nur verständlich, sondern sogar ausdrücklich erwünscht, wenn wir unsere ursprünglich gefassten Meinungen von Zeit zu Zeit hinterfragen und vielleicht sogar anpassen.

Optimismus und Neugierde
Tauschen wir die Angst vor der Zukunft gegen die Neugierde. Versuchen wir offen zu bleiben gegenüber allem was kommt, begegnen wir den Herausforderungen miteinander und nicht gegeneinander. Wir beweisen seit fast 100 Jahren, dass wir es hier in Langenegg können.
Wir brauchen Zukunftsoptimismus, damit wir uns 2022 wieder verstärkt den Zukunftsthemen zuwenden können. Und wir werden auch im neuen Jahr Zusammenhalt brauchen für die vielfältigen Herausforderungen, die da sind und kommen werden.
Gemeinschaft und Zuversicht sollen auch weiterhin im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns stehen.

Das wünschen sich – nicht nur in der Weihnachtszeit – von Herzen

Katharina und Thomas

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