Schutzgebiet Nord

Verordnung der Gemeindevertretung von Langenegg vom 03.06.2003 über die Erklärung des Gebietes NORD zum örtlichen Schutzgebiet:
Download Verordnung (PDF)

Vielfalt im Moor
Im Nord sind über 30 ha Moorfläche erhalten, die vielen seltenen Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten. Ein Großteil wird im Herbst zur Streuenutzung gemäht.

Bild ArnikaArnika
Arnika (Arnica montana) wächst in trocken Magerwiesen und nassen Moorwiesen. Schon die Germanen verwendeten diese uralte Heilpflanze als Wundmittel und bei Kreislaufstörungen.

Bild Augentrost Augentrost
Im Mittelalter wurde der Wiesen-Augentrost (Euphrasia rostkoviana) sogar als Suppenkraut angebaut. Sein Name weist aber auf seine Verwendung bei Augenkrankheiten.

Bild Blutweiderich Blutweiderich
Der Name Blutweiderich (Lythrum salicaria) bezieht sich nicht nur auf die Blütenfarbe, sindern auch auf den Inhaltsstoff Salicarin, der früher als blutstillendes Mittel verwendet wurde.

Bild FaulbaumFaulbaum
Der Faulbaum (Frangula alnus) wurde einst vielseitig verwendet: Die Rinde als Abführmittel, Holzkohle aus Faulbaum zur Herstellung von Schwarzpulver. Daher auch die Bezeichnung Pulverholz.

Bild Geflecktes KnabenkrautGeflecktes Knabenkraut
Wie alle Knabenkräuter zählt auch das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) zu den Orchideen, deren winzige Samen nur im Zusammenspiel mit einem Pilz keimen.

FieberkleeFieberklee
Der Fieberklee ist eine Sumpfpflanze und wächst in Sümpfen, Mooren und an Ufern. Den Namen hat der Fieberklee, wegen der 3 kleeähnlichen Blätter und seiner Nutzung gegen Fieber.

Landwirtschaft in Langenegg

31 bäuerliche Familien bewirtschaften die Wiesen von Langenegg, erzeugen frische Lebensmittel und bieten bäuerliche Dienstleistungen. Die Mehrheit der bäuerlichen Betriebsführer hat die landwirtschaftliche Facharbeiterausbildung absolviert, einige zusätzlich die Meisterausbildung.

Mehr als die Hälfte des Langenegger Gemeindegebietes sind Wiesen. Von diesen 530 Hektar sind 20 Prozent Biodiversitätsflächen, das heißt Wiesen mit höchstens zwei Schnitten bzw. ausschließlich Weide- oder Streuenutzung. 100 Prozent der Landwirte im Ort bewirtschaften ihren Hof freiwillig nach dem Standard „Umweltgerechte und Biodiversität fördernde Bewirtschaftung“.

Rund 700 Milch- und Mutterkühe, 600 Jungrinder und Kälber sowie 500 Hühner sind die Schwerpunkte der Tierhaltung. Fast das gesamte Jungvieh und ein Drittel der Kühe verbringen den Sommer auf Alpen in der Region. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Offenhaltung dieser Erholungslandschaft.

Was produziert unsere Landwirtschaft?

24 Höfe: Heumilch
9 Höfe: Rindfleisch aus extensiver Tierhaltung

15 Höfe: Kalbfleisch und Kalbfleischprodukte
9 Höfe Hühnereier

Einzelne Höfe erzeugen: Edelbrände, Likör, Sirup, Marmelade, Kräutersalz, Chutney, frisches und eingemachtes Gemüse, eingeweckte Fleischprodukte, Masthühner, Würste, Speck, Wachteleier, Nudeln, Ziegenmilch und -käse.

Die Langenegger Bauernhöfe decken mit ihren Fotovoltaik- und Biogasanlagen den Strombedarf von 144 Haushalten.

Bäuerliche Dienstleistungen

Folgende Dienstleistungen werden von den Langenegger Bäuer:innen angeboten.

Picknick im Garten oder Frühstück auf der Alpe

Theresia und Bernd Katzenmaier
0664 – 535 42 87
theresia_katzenmaier@yahoo.com

Alpausschank auf der Alpe Neuschwand im Lecknertal

Familie Sebastian Nußbaumer
0664 – 161 50 74

Urlaub am Bauernhof

Christine und Gerd Nußbaumer
0664 – 504 98 95
gerd-nussbaumer@speed.at

Waltraud Herburger
0664 – 766 33 27
waltraud.herburger@gmx.at

Heizen mit Holz

Hackschnitzel:

Gerhard Nußbaumer, 0664 – 536 37 83

Brennholz:
Anton Bader, 0664 – 161 73 51
Martin Eugster, 0664 – 918 55 26
Norbert Vögel, 0664 – 184 06 62

Holzarbeiten

Anton Bader, 0664 – 161 73 51

Die Langenegger Dorfsennerei

Die bedeutendste Gemeinschaftseinrichtung der Langenegger Landwirtschaft ihre Dorfsennerei.

Genossenschaftlich organisiert, hat sie 66 Anteilseigentümer. Die 22 Milchzulieferer aus dem Dorf halten 92 Prozent der Anteile.

Diese Käserei hat sich die gemeinschaftliche Milchveredelung auf höchstem Niveau zur Aufgabe gemacht. Die jährlich angelieferte Milch in der Größenordnung von 3,8 Mill. kg Milch wird zu 30 to Butter und 380 to Käse verarbeitet. Das sind 1.500 Laibe Bergkäse und 50.000 Laibe Schnittkäse der verschiedensten Art, z.B. der vollfette Dorfkäse, der fettarme Sonnenkäse oder die zahlreichen affinierten Käse u. a. Chili-, Kräuter- oder Espresso-Käse.

Die für seine Qualität vielfach ausgezeichnete Dorfsennerei hat erst kürzlich einen neuen Schnittkäse-Keller gebaut, der 23.000 Laibe für die Pflege und Reifung aufnehmen kann.

Die vielfältige eigene Produktpalette und weitere bäuerliche Erzeugnisse sind im liebevoll eingerichteten Sennerei-Lädele erhältlich.

Weitere Informationen: www.kaeserei.com

Kalbfleisch der kurzen Wege

In der Absicht, der Bevölkerung auf einfachste Art Kalbfleisch bester Qualität von …

… Höfen im Ort zu bieten und die Kälbertransporte zu verringern, hat die Langenegger Landwirtschaft im Herbst 2021 die Initiative „Kalbfleisch der kurzen Wege“ ins Leben gerufen. 11 Bauern, der örtliche Metzger und ein Fleischveredler aus der Region haben sich dafür zusammengetan.

Das Ergebnis: Die Spezialitäten vom Langenegger Kalb wie Schnitzel und Geschnetzeltes, Kalbsbratwürste und Pettys, Brät und Weißwürste wie auch frische Kalbsleber sind im Langenegger Dorfladen erhältlich – leicht zu erkennen an der Produktauszeichnung „Langenegger Lebensmittel“. Wer davon größere Mengen kaufen möchte, dem wird empfohlen, im Dorfladen eine Vorbestellung zu machen.

Im ersten Jahr sind über diese Initiative zusätzlich 34 Kälber im Ort geblieben.

Einkaufen direkt beim Erzeuger

16 Landwirte bieten unterschiedlichste Erzeugnisse direkt im Abhof-Verkauf an.

Ein Verzeichnis dazu gibt es in der Broschüre „Wir geben was wir leben – Willkommen bei den Langenegger Bäuerinnen und Bauern“, die im Gemeindeamt und in der Dorfsennerei aufliegt. Für den Rund-um-die-Uhr-Verkauf hat die Dorfsennerei vor ihrem Gebäude, Berkmann 16, einen Käse-Automaten aufgestellt. Ein Selbstbedienungskühlschrank steht auf dem Hof von Sabine und Martin Eugster in Hub 35.

Forstwirtschaft in Langenegg

Rund 40 Prozent des Langenegger Gemeindegebietes ist mit Wald bestockt.

Die 404 Hektar Waldfläche unterteilen sich in 1.850 Waldparzellen. Die stehen im Eigentum von 360 Besitzern. Das heißt, im Durchschnitt verfügt jeder Waldeigentümer über 1,12 Hektar Wald, der sich auf fünf Waldparzellen aufteilt. Jeder vierte Waldeigentümer hat seinen Wohnsitz nicht in Langenegg.

Der Waldbesitz in Langenegg ist ausschließlich in privater Hand, breit gestreut, sehr klein parzelliert und zu einem großen Teil im Eigentum von Menschen, die wenig mit dem Wald zu tun haben. Das erschwert die professionelle Waldbewirtschaftung.

Nachhaltige Nutzung

Der jährliche Holzzuwachs liegt in den Langenegger Gemarkungen bei rund 10 Festmeter/Hektar. In den letzten 20 Jahren wurden im Durchschnitt jährlich 4.000 Festmeter gefällt. Das heißt, es wird im Durchschnitt so viel entnommen, wie zuwächst. Das war früher nicht immer so. Daher sind teilweise auch überalterte Baumbestände festzustellen.

Naturnahe Bewirtschaftung

Die gängige Bewirtschaftungsform ist die Plenterung. Das heißt, es werden keine Kahlschläge getätigt, stattdessen werden laufend Einzelstämme entnommen. Damit findet man in den Langenegger Wäldern alle Altersbestände, von den Jungpflanzen bis zu den hiebsreifen Bäumen. Auch bei den Baumarten gibt es eine gesunde Durchmischung, vor allem die Standortangepasste Weißtanne ist gut vertreten. Zum Vergleich: In Österreich werden nur drei Prozent der Wälder als Plenterwald bewirtschaftet.

Daraus wird ersichtlich, die Waldbewirtschaftung in unserem Dorf ist sowohl hinsichtlich der Art wie auch der Erntemenge sehr nachhaltig ausgerichtet.

Heizen mit Holz

Brennholz stellen zu

Anton Bader, 0664 – 161 73 51
Martin Eugster, 0664 – 918 55 26
Norbert Vögel, 0664 – 184 06 62

Hackschnitzel liefert

Gerhard Nußbaumer, 0664 – 536 37 83

Holzarbeiten übernimmt

Anton Bader, 0664 – 161 73 51

Informationen zum Wald und Bauholzbereitstellung

Waldaufseher Egon Schelling, 0664 – 625 56 29

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