Landwirtschaft in Langenegg

30 bäuerliche Familien bewirtschaften die Wiesen von Langenegg, erzeugen frische Lebensmittel und bieten bäuerliche Dienstleistungen. Die Mehrheit der bäuerlichen Betriebsführer hat die landwirtschaftliche Facharbeiterausbildung absolviert, einige zusätzlich die Meisterausbildung.

Mehr als die Hälfte des Langenegger Gemeindegebietes sind Wiesen. Von diesen 530 Hektar sind 20 Prozent Biodiversitätsflächen, das heißt Wiesen mit höchstens zwei Schnitten bzw. ausschließlich Weide- oder Streuenutzung. 100 Prozent der Landwirte im Ort bewirtschaften ihren Hof freiwillig nach dem Standard „Umweltgerechte und Biodiversität fördernde Bewirtschaftung“.

Rund 700 Milch- und Mutterkühe, 600 Jungrinder und Kälber sowie 400 Hühner sind die Schwerpunkte der Tierhaltung. Fast das gesamte Jungvieh und ein Drittel der Kühe verbringen den Sommer auf Alpen in der Region. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Offenhaltung dieser Erholungslandschaft.

Was produziert unsere Landwirtschaft?

22 Höfe: Heumilch
7 Höfe: Rindfleisch aus extensiver Tierhaltung

15 Höfe: Kalbfleisch und Kalbfleischprodukte
9 Höfe Hühnereier

Einzelne Höfe erzeugen: Edelbrände, Likör, Sirup, Marmelade, Kräutersalz, Chutney, frisches und eingemachtes Gemüse, eingeweckte Fleischprodukte, Würste, Speck, Wachteleier, Nudeln, Ziegenmilch und -käse.

Die Langenegger Bauernhöfe decken mit ihren Fotovoltaik- und Biogasanlagen den Strombedarf von 253 Haushalten.

Bäuerliche Dienstleistungen

Folgende Dienstleistungen werden von den Langenegger Bäuer:innen angeboten.

Picknick im Garten oder Frühstück auf der Alpe

Theresia und Bernd Katzenmaier
0664 – 535 42 87
theresia_katzenmaier@yahoo.com
waeschtobel-garten.at – regional, unbehandelt & unverpackt

Alpausschank auf der Alpe Neuschwand im Lecknertal

Familie Sebastian Nußbaumer
0664 – 161 50 74

Urlaub am Bauernhof

Christine und Gerd Nußbaumer
0664 – 504 98 95
gerd-nussbaumer@speed.at

Waltraud Herburger
0664 – 766 33 27
waltraud.herburger@gmx.at

Konrad Schwärzler
Rotenberg 100
0680 – 243 68 67
info@korles-metzg.com

Heizen mit Holz

Hackschnitzel:

Gerhard Nußbaumer, 0664 – 536 37 83

Brennholz:
Anton Bader, 0664 – 161 73 51
Martin Eugster, 0664 – 918 55 26
Norbert Vögel, 0664 – 184 06 62

Holzarbeiten

Anton Bader, 0664 – 161 73 51

Die Langenegger Dorfsennerei

Die bedeutendste Gemeinschaftseinrichtung der Langenegger Landwirtschaft ihre Dorfsennerei.

Genossenschaftlich organisiert, hat sie 60 Anteilseigentümer. Die 21 Langenegger Bauern halten 92% der Geschäftsanteile.

Diese Käserei hat sich die gemeinschaftliche Milchveredelung auf höchstem Niveau zur Aufgabe gemacht. Die jährlich angelieferte Milch in der Größenordnung von knapp 5 Mill. kg Milch wird zu 37 to Butter und 490 to Käse verarbeitet. Das sind 3.700 Laibe Bergkäse und 55.000 Laibe Schnittkäse der verschiedensten Art, z.B. der vollfette Dorfkäse, der fettarme Sonnenkäse oder die zahlreichen affinierten Käse u. a. Chili-, Kräuter-, Pfeffer- oder Espresso-Käse. Die affinierten Sorten werden immer stärker nachgefragt.

Die für seine Qualität vielfach ausgezeichnete Dorfsennerei hat erst kürzlich einen neuen Schnittkäse-Keller gebaut, der 23.000 Laibe für die Pflege und Reifung aufnehmen kann. Durch laufende Investitionen in Einrichtung und Verpackung ist ein hoher Qualitätsstandard und Servicegrad für die Kunden gewährleistet.

Die vielfältige eigene Produktpalette und weitere bäuerliche Erzeugnisse sind im liebevoll eingerichteten Sennerei-Lädele erhältlich.

Weitere Informationen: www.kaeserei.com

Langenegger Genuss-Kistle

Das Langenegger Genuss-Kistle macht es leichter: Persönlich, individuell, regional und einmalig.

Immer wieder mal fehlt die zündende Idee für ein kleines „Dankeschön“ in Geschenkform oder für ein regionaltypisches Mitbringsel.

Das Langenegger Genuss-Kistle macht es leichter: Persönlich, individuell, regional und einmalig.

Erhältlich ist diese kulinarische Auswahl im Lädele der Langenegger Dorfsennerei – optisch ansprechend verpackt und individuell befüllt in zwei unterschiedlichen Größen. Zur Auswahl stehen das gesamte Käsesortiment der Sennerei sowie Honig, feine Zubereitungen aus dem Schul- oder Wäschtobelgarten, Edelbrände, Wachteleier, Nudeln, Dauerwurstwaren und einiges mehr von Langenegger Höfen.

Wer das Langenegger Genuss-Kistle einmal verschenkt hat, greift immer wieder darauf zurück.

Langenegger Dorfsennerei
05513/6190
info@sennerei-langenegg.at

Forstwirtschaft in Langenegg

Rund 40 Prozent des Langenegger Gemeindegebietes ist mit Wald bestockt.

Die 404 Hektar Waldfläche unterteilen sich in 1.850 Waldparzellen. Die stehen im Eigentum von 360 Besitzern. Das heißt, im Durchschnitt verfügt jeder Waldeigentümer über 1,12 Hektar Wald, der sich auf fünf Waldparzellen aufteilt. Jeder vierte Waldeigentümer hat seinen Wohnsitz nicht in Langenegg.

Der Waldbesitz in Langenegg ist ausschließlich in privater Hand, breit gestreut, sehr klein parzelliert und zu einem großen Teil im Eigentum von Menschen, die wenig mit dem Wald zu tun haben. Das erschwert die professionelle Waldbewirtschaftung.

Nachhaltige Nutzung

Der jährliche Holzzuwachs liegt in den Langenegger Gemarkungen bei rund 10 Festmeter/Hektar. In den letzten 20 Jahren wurden im Durchschnitt jährlich 4.000 Festmeter gefällt. Das heißt, es wird im Durchschnitt so viel entnommen, wie zuwächst. Das war früher nicht immer so. Daher sind teilweise auch überalterte Baumbestände festzustellen.

Naturnahe Bewirtschaftung

Die gängige Bewirtschaftungsform ist die Plenterung. Das heißt, es werden keine Kahlschläge getätigt, stattdessen werden laufend Einzelstämme entnommen. Damit findet man in den Langenegger Wäldern alle Altersbestände, von den Jungpflanzen bis zu den hiebsreifen Bäumen. Auch bei den Baumarten gibt es eine gesunde Durchmischung, vor allem die Standortangepasste Weißtanne ist gut vertreten. Zum Vergleich: In Österreich werden nur drei Prozent der Wälder als Plenterwald bewirtschaftet.

Daraus wird ersichtlich, die Waldbewirtschaftung in unserem Dorf ist sowohl hinsichtlich der Art wie auch der Erntemenge sehr nachhaltig ausgerichtet.

Heizen mit Holz

Brennholz stellen zu

Anton Bader, 0664 – 161 73 51
Martin Eugster, 0664 – 918 55 26
Norbert Vögel, 0664 – 184 06 62

Hackschnitzel liefert

Gerhard Nußbaumer, 0664 – 536 37 83

Holzarbeiten übernimmt

Anton Bader, 0664 – 161 73 51

Informationen zum Wald und Bauholzbereitstellung

Waldaufseher Egon Schelling, 0664 – 625 56 29

Schutzgebiet Nord

Verordnung der Gemeindevertretung von Langenegg vom 03.06.2003 über die Erklärung des Gebietes NORD zum örtlichen Schutzgebiet:
Download Verordnung (PDF)

Vielfalt im Moor
Im Nord sind über 30 ha Moorfläche erhalten, die vielen seltenen Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten. Ein Großteil wird im Herbst zur Streuenutzung gemäht.

Bild ArnikaArnika
Arnika (Arnica montana) wächst in trocken Magerwiesen und nassen Moorwiesen. Schon die Germanen verwendeten diese uralte Heilpflanze als Wundmittel und bei Kreislaufstörungen.

Bild Augentrost Augentrost
Im Mittelalter wurde der Wiesen-Augentrost (Euphrasia rostkoviana) sogar als Suppenkraut angebaut. Sein Name weist aber auf seine Verwendung bei Augenkrankheiten.

Bild Blutweiderich Blutweiderich
Der Name Blutweiderich (Lythrum salicaria) bezieht sich nicht nur auf die Blütenfarbe, sindern auch auf den Inhaltsstoff Salicarin, der früher als blutstillendes Mittel verwendet wurde.

Bild FaulbaumFaulbaum
Der Faulbaum (Frangula alnus) wurde einst vielseitig verwendet: Die Rinde als Abführmittel, Holzkohle aus Faulbaum zur Herstellung von Schwarzpulver. Daher auch die Bezeichnung Pulverholz.

Bild Geflecktes KnabenkrautGeflecktes Knabenkraut
Wie alle Knabenkräuter zählt auch das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) zu den Orchideen, deren winzige Samen nur im Zusammenspiel mit einem Pilz keimen.

FieberkleeFieberklee
Der Fieberklee ist eine Sumpfpflanze und wächst in Sümpfen, Mooren und an Ufern. Den Namen hat der Fieberklee, wegen der 3 kleeähnlichen Blätter und seiner Nutzung gegen Fieber.