Kindersicherheit im Haushalt

Täglich müssen Kinder mit Verletzungen ärztlich behandelt werden. Neugier und Nachahmungstrieb enden leider nicht immer folgenlos. Bewusstes „Behüten“ hilft hier, schmerzhafte Erfahrungen und ernsthafte Unfallfolgen zu vermeiden. Doch nur wenn Kinder (in Begleitung Erwachsener) Situationen selbst gut meistern, können sie für ihre Entwicklung wichtige Erfolgserlebnisse erfahren, welche das Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten stärken. „So lernen Kinder altersentsprechend, Risiken besser zu erkennen und ein Gefahrenbewusstsein entwickelt sich“, weiß Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg. Ein Großteil der Unfälle passiert zuhause bzw. im Umfeld, da sich Kleinkinder die meiste Zeit dort aufhalten.

Stürze
Besonders Stürze vom Wickeltisch kommen häufiger vor als man denkt. Deshalb gilt von Geburt an: Eine Hand bleibt immer beim Kind! Alternativ kann auch am Boden gewickelt werden. Aber auch Hochstühle, Treppen, Hochbetten, Balkone und Fenster sind potenzielle Orte, die zum Klettern verleiten und somit ein Sturzrisiko bergen. Über Möglichkeiten zur Absicherung berät Sie der Fachhandel gerne.

Verbrühung/Verbrennung
Bereits durch eine Tasse heißer Flüssigkeit werden 30% der Körperoberfläche eines Kleinkindes verbrüht, aber auch bei heißem Badewasser besteht diese Gefahr. Verbrennungen können in der Küche (Herd) geschehen. Um dieser Art der Verletzungen vorzubeugen gilt: Heiße Flüssigkeit und Kerzen von Kindern fernhalten, Herdplatten mit Herdschutzgittern absichern, Pfannenstiel nach hinten drehen, Wasserkocher immer entleeren und Kabel nie hinunterhängen lassen. Ob das Badewasser die optimale Temperatur hat, kann ganz einfach an der Innenseite des eigenen Handgelenks geprüft werden.

Ertrinken
Ertrinkungsunfälle passieren schon in flachstem Gewässer (z. B. Pfütze), da der Kopf im Vergleich zum Körper schwer ist und bis zu einem gewissen Alter das Kind im „Totstellreflex“ verharrt. Ertrinken passiert zudem meist „lautlos“. Im Garten heißt es also alle Gewässer (Biotope, Pools, Regentonne) gut abzusichern. Lassen Sie Ihr Kind auch im Bad nicht alleine und richten Sie benötigte Dinge vorher her.

All diese Maßnahmen entbinden die Erziehungsberechtigten aber nicht von der Aufsichtspflicht.

Sicheres Vorarlberg
T 05572 54343 0
M info@sicheresvorarlberg.at

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