Soziale Nahversorgung
Liebe Langeneggerinnen
und Langenegger,
manchmal ist es notwendig, sich bewusst in Erinnerung zu rufen, wie gut es uns in Langenegg geht. Wir leben in einem Dorf, in dem vieles nahe ist: Menschen, die sich kennen. Wege, die kurz sind. Vereine, die tragen. Nachbarinnen und Nachbarn, die hinschauen. Und Orte, an denen Begegnung möglich wird.
Soziale Nahversorgung bedeutet genau das: nicht erst dann füreinander da zu sein, wenn es schwierig wird, sondern im Alltag ein Netz zu knüpfen, das hält. Ein freundliches Nachfragen. Eine Mitfahrgelegenheit. Ein Besuch. Ein offenes Ohr. Ein Raum, in dem man willkommen ist. Hilfe, die unkompliziert entsteht, weil Menschen einander wahrnehmen.
Das Land Vorarlberg stärkt mit dem neuen Care Management die regionalen Sorgenetzwerke im Bereich Betreuung und Pflege. Ziel ist es, bestehende Angebote
besser zu vernetzen, regionale Bedürfnisse sichtbar zu machen und Gemeinden in ihrer wichtigen Rolle vor Ort zu unterstützen. Auch für uns ist das ein wertvoller Impuls, soziale Nahversorgung noch bewusster weiterzuentwickeln.
Auch in unserer Gemeindestrategie haben wir uns zum Thema „soziale Nahversorgung“ für heuer klare Ziele gesetzt: Zum einen wollen wir, dass unser Begegnungsraum seinen Namen verdient und dort weiterhin so viel Begegnung wie möglich stattfindet. Zum anderen wollen wir ganz viele Menschen in Langenegg (weiterhin) dazu motivieren, sich freiwillig in Vereinen und informellem Ehrenamt einzubringen.
Denn unser Dorf lebt nicht nur vom Miteinander. Es lebt vom Füreinander. Miteinander heißt: Wir sind gemeinsam unterwegs. Füreinander heißt: Ich übernehme Verantwortung für dich, du für mich, wir füreinander. Das ist stärker. Das ist verbindlicher. Das ist gelebte Fürsorge. Mit dem Begegnungsraum, unseren Vereinen, engagierten Ehrenamtlichen, Nachbarschaften, Familien, Pflege- und Unterstützungsangeboten haben wir in Langenegg beeits vieles, worauf wir stolz sein dürfen. Gleichzeitig bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, dieses Netz zu pflegen und weiterzuknüpfen.
Damit Langenegg ein Dorf bleibt, in dem niemand leicht übersehen wird. Und in dem wir spüren: Wir sind füreinander da.
Katharina und Thomas