Die Sehnsucht nach Good News
Liebe Langeneggerinnen und Langenegger,
habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass die Welt aus den Fugen gerät, wenn ihr die Nachrichten lest oder am Handy durchscrollt? Krisen, Konflikte, Katastrophen – sie sind allgegenwärtig. Und sie machen etwas mit uns.
Unser Gehirn ist darauf programmiert, Gefahren besonders ernst zu nehmen. Negative Nachrichten bekommen automatisch mehr Aufmerksamkeit. Das führt dazu, dass unser Körper in einen Dauer-Alarmzustand gerät: Stresshormone werden ausgeschüttet, wir schlafen schlechter, fühlen uns angespannt oder sogar ohnmächtig. Mit der Zeit kann sich unser Blick auf die Welt verschieben – sie erscheint uns düsterer, als sie tatsächlich ist. Und trotzdem greifen wir immer wieder zum Handy. „Doomscrolling“ nennen das Expert:innen.
Umso wichtiger ist es, bewusst gegenzusteuern. Denn genauso wie schlechte Nachrichten auf uns wirken, tun es auch gute.
Good News geben uns Zuversicht. Sie zeigen uns, dass Dinge gelingen, dass Menschen anpacken, dass Veränderung möglich ist. Sie aktivieren andere Bereiche in unserem Gehirn – solche, die mit Motivation, Kreativität und Verbundenheit zu tun haben. Und sie erinnern uns daran, dass wir selbst Teil von etwas Positivem sein können. Gerade in einem Dorf wie Langenegg sind diese guten Nachrichten überall zu finden.
Hier sind drei aktuelle Beispiele für euch:
- Durch einen Grundstückstausch konnten wir eine wichtige Fläche im Zentrum sichern – mit viel Potenzial für die zukünftige Entwicklung unseres Dorfes.
- Unser Begegnungsraum hat sich schon im ersten Jahr zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Ob regionale Geschenkideen, Bücherflohmarkt oder
einfach ein Ort zum Zusammenkommen – hier entsteht täglich Gemeinschaft. - Und auch unsere Schule setzt ein starkes Zeichen: Beim „TU ES DAY“ beschäftigen sich die Kinder regelmäßig mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN und zeigen, wie Engagement schon früh beginnen kann.
Weitere positive Beispiele findet ihr in dieser Ausgabe der Langenegg-Info. Diese Geschichten machen sichtbar, was oft leise
passiert: dass wir gemeinsam gestalten, unterstützen und weiterdenken.
Vielleicht ist das die wichtigste Good News überhaupt: Wir haben es selbst in der Hand, welche Geschichten wir erzählen – und welche wir weitertragen.
In diesem Sinne: Schauen wir bewusst hin. Auf das, was gelingt. Auf das, was uns verbindet. Und auf das, was Mut macht.
Katharina und Thomas