Weltwassertag 2021 – Was ist unser Wasser wert?

Die Vereinten Nationen haben den 22. März jeden Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Das Ziel dieses international anerkannten Tages besteht darin, auf die globale Bedeutung von Wasser aufmerksam zu machen. Heuer ist der Weltwassertag dem Thema „Wert des Wassers“ gewidmet. Eine wichtige Frage für uns und unsere Gesellschaft lautet: Wie schätzen wir das Wasser in all seinen Verwendungen? Zum diesjährigen Weltwassertag stelle ich einige Zahlen und Fakten über unser Lebenselixier „Wasser“ vor.

Woher kommt unser wertvolles Trinkwasser? In Vorarlberg versorgen zentrale Wasserversorgungsanlagen circa 97% der Bevölkerung mit Trinkwasser in ausreichender Menge und sehr guter Qualität. Rund zwei Drittel des Trinkwassers werden aus ergiebigen Grundwasserfeldern über Brunnen entnommen und nach einer entsprechenden Aufbereitung – meistens eine UV-Desinfektion – durch ein Leitungsnetz den Haushalten zur Verfügung gestellt. Langenegg bezieht das gesamte Trinkwasser aus Quellen der benachbarten Gemeinde Lingenau (rund 180 m3/d). Dadurch können wir rund um die Uhr Wasser in sehr guter Qualität aus dem Hahn genießen. Dies ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich.

Wie viel Wasser verbraucht ein*e Vorarlberger*in? Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Kopf ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesunken und liegt derzeit bei circa 130 Liter pro Tag. Viel Wasser wird für die Toilettenspülung verwendet. Rund 32,5 Liter wertvolles Trinkwasser rauschen pro Person und Tag die Toilette hinunter und verschwinden in der Kanalisation. Empfehlenswert ist hier der Einsatz von wassersparenden Sanitärinstallationen wie die Spülstopp-Taste.

Was passiert mit dem Abwasser aus unseren Haushalten? Das häusliche Schmutzwasser fließt zusammen mit gewerblichen Abwässern über die öffentliche Kanalisation in die Kläranlage. In Vorarlberg gibt es insgesamt 34 kommunale Kläranlagen, die von Gemeinden oder Abwasserverbänden betrieben werden, sowie mehrere privaten Kleinkläranlagen. Die Gemeinde Langenegg klärt das kommunale Abwasser in einer eigenen Kläranlage. Nach mehreren Behandlungsschritten wird das geklärte Abwasser in die Bregenzer Aach eingeleitet. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Gewässer dauerhaft sauber bleiben.

Welche Herausforderungen müssen gelöst werden? Der Klimawandel stellt für die lokale Wasserwirtschaft eine große Herausforderung dar. Zwar gibt es bei uns ein ausreichendes Wasserangebot. Die anhaltende Trockenheit im Jahr 2018 hat aber zu einem Rückgang der verfügbaren Grundwassermengen in unserer Region geführt. Um die Trinkwasserversorgung für die nächsten Generationen gemeindeübergreifend zu sichern, haben sich zehn Gemeinden des Bregenzerwaldes – darunter auch Langenegg – im Jahr 2020 zum Trinkwasserverband Bregenzerwald zusammengeschlossen. Der Bau des Brunnens Hohlstein (Schwarzenberg) samt Verbundleitungen im Gemeindeverband gilt in Vorarlberg als zukunftweisendes Vorzeigeprojekt. Dieses Vorhaben wurde beim NEPTUN-Wasserpreis als Vorarlberger Landessieger gekürt. Gratulation für das hervorragende Ergebnis!

Autorin: Stefania Paris

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