WILDHOLZ: ZusammenRäumen und gemeinsam Naturgefahren vorbeugen

Starkniederschlagsereignisse wie in den letzten Jahren können immer mehr zunehmen. Dadurch entstehen vermehrt Hangrutschungen und Überflutungen. Ein wesentlicher Faktor für diese Naturgefahren ist eine zu große Ansammlung von Wildholz in den Gewässern. Durch rechtzeitiges und regelmäßiges Entfernen des Wildholzes können Menschen geschützt und schwerwiegende Schäden verhindert werden.

Wir – Gemeinde, Gewässeraufsichtsorgane, Forstbetriebe, Planer, Waldeigentümer und Bürger – können hier einen wichtigen Beitrag leisten. ZusammenRäumen für einen gemeinsamen LebensRaum.

Wildholz als Quelle für Naturgefahren
Holz hat im Gewässer eine große ökologische Bedeutung. Es schafft Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und unterstützt die natürliche Abflussdynamik und Entwicklung eines Gewässers.

Eine große Anhäufung von Wildholz und Grünmüll in Abflussbereichen der Gewässer zählt jedoch zu den bedeutendsten Risiken für Hochwasser. Landwirtschaftlich genutzte Flächen, Uferverbauungen, Bauwerke, Verkehrswege und ganze Versorgungslinien können durch die Folgewirkungen von Wildholz zerstört werden.

Ziel ist es, eine gesunde Balance zu finden und gemeinsam unsere Bäche und Flüsse von einem Überschuss an Holz zu befreien.

Was können wir gemeinsam tun?

  1. Eine standortgerechte Waldwirtschaft und pflegliche Holznutzung sind langfristige Strategien für den Umgang mit Wildholz.
  2. Regelmäßige Begehung der Wildbäche, Flüsse und Uferbereiche liefern uns einen aktuellen Stand. So lassen sich frühzeitig Gefahrenherde, Engstellen und gefährliche Ablagerungen feststellen. Werden Gefahrenzonen wie Rückhaltebecken und Engstellen erkannt, können diese dann von der Gemeinde behoben werden.
  3. Eine Gefahrenzonenplanung dient als Grundlage der Raumplanung sowie des Bau- und Siedlungswesens. Er weist auf Verklausungen hin.
  4. Beim Bau von Brücken und Durchlässen ist es wichtig darauf zu achten, dass die Gerinnequerschnitte und Öffnungen ein geringes Verklausungsrisiko darstellen.
  5. Im Gespräch bleiben – Nutzungskonflikte lassen sich im Dialog lösen.
  6. Durch die Entwicklung von einzugs- und flussgebietsbezogene Managementplänen lassen sich langfristig Hochwasserrisiken reduzieren. Gezielt aufgestellte Wildholzrechen oder- netze schützen zusätzlich vor Überflutungen.
  7. Totholz im Gewässer hat eine wichtige ökologische Bedeutung. Die Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes sollten mit den Zielen des Hochwasserschutzes abgestimmt sein.

Im Ernstfall dienen diese Maßnahmen und Strategien bei der raschen Erstellung von Einsatzplänen und der gezielten Informierung der Einsatzkräfte.

Weiterführende Informationen und Ansprechpartner:
Bei Fragen dazu stehen Ihnen folgende Ansprechpartner gerne zur Verfügung:

Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Bregenz
DI Thomas Frandl, Bauleiter/Techniker, Thomas.Frandl@die-wildbach.at
T 05574 749 95-415

Waldaufseher der Region

  • Doren: Meinrad Gruber, meinrad.gruber@vorarlberg.at, T 0664 6255 624
  • Egg: Rafael Fetz, rafael.fetz@vorarlberg.at, T 0664 6255 622
  • Hittisau: Klemens Nenning, klemens.nenning@vorarlberg.at, T 0664 6255 627
  • Lingenau, Langenegg, Krumbach: Egon Schelling, egon.schelling@vorarlberg.at, T 0664 6255 629
  • Sibratsgfäll: Christian Köss, christian.koess@vorarlberg.at, T 0664 6255 615
  • Sulzberg, Riefensberg: Hubert Schwärzler, hubert.schwaerzler@vorarlberg.at, T 0664 6255 630

Vertreter Öffentliches Wassergut

  • Bezirke Bregenz, Dornbirn: Manfred Gutsche; manfred.gutsche@vorarlberg.at, T 05574 511 27483
  • Bezirke Feldkirch, Bludenz: Edwin Ellensohn; edwin.ellensohn@vorarlberg.at, T 05574 511 27482
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