Weltwassertag 2020 – Neuer Trinkwasserverband Bregenzerwald

Die Vereinten Nationen haben den 22. März jeden Jahres zum Weltwassertag ausgerufen. Das Ziel dieses international anerkannten Tages ist, auf die Bedeutung von Wasser für die Menschheit aufmerksam zu machen. Zum diesjährigen Weltwassertag (Motto 2020: Wasser und Klimawandel) wollen wir alle Langenegger/innen über den neuen Trinkwasserverband Bregenzerwald als vorbildliche Gemeindekooperation im Wassersektor berichten.

Am 5. März haben zehn Gemeinden des Bregenzerwaldes den neuen Trinkwasserverband Bregenzerwald gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Andelsbuch, Bezau, Egg, Hittisau, Krumbach, Lingenau, Riefensberg, Schwarzenberg, Sibratsgfäll sowie Langenegg. Der Krumbacher Bürgermeister Egmont Schwärzler fungiert als Obmann. Die Hauptaufgaben des Verbandes sind die Erschließung und die Bereitstellung von Trinkwasser für die Bevölkerung, die Wirtschaft und die Landwirtschaft sowie den Tourismus.

Seit einigen Jahren suchen die Gemeinden des Bregenzerwaldes nach einer nachhaltigen Lösung zur Absicherung der Wasserversorgung. Zuletzt hat die Trockenheit des Jahres 2018 zu einem Rückgang der verfügbaren Wassermengen aus Quellen (Quellschüttung) geführt und die Defizite der Wasserversorgungen aufgezeigt. Von Anfang an kooperieren alle Gemeinde, um die Versorgung mit Trinkwasser im gesamten Gebiet langfristig (über mehrere Generationen) zu gewährleisten.

Der Verband hat die Arbeiten zur Errichtung und zum Probebetrieb eines neuen Brunnens in der Parzelle Hohlstein (Schwarzenberg) bereits beschlossen. Geologische Untersuchungen des Landes haben ergeben, dass dort ein sehr tiefer Grundwasserkörper vorhanden ist. Erste Messungen zeigen, dass mindestens 25 Liter pro Sekunde Trinkwasser gewonnen werden können.

Im diesjährigen ersten Bauabschnitt (BA 01) wird ein großer Brunnen errichtet und die tatsächlich mögliche Wasserentnahme ermittelt. Auf dieser Grundlage wird der Wasserverband in den nächsten Jahren die erforderlichen Verbundleitungen zwischen den Leitungsnetzen der Gemeinden verlegen (BA 02). Die erforderlichen Investitionen werden vom Land mit 40 Prozent und vom Bund mit 15 bis 25 Prozent gefördert.

Wir sind sehr froh über den Fund und die Erschließung dieses Wasservorkommens. Auch die unkomplizierte und großzügige Abwicklung beim  Erwerb des betreffenden Grundstückes haben die Umsetzung des Vorhabens sehr beschleunigt. Nach dem drastischen Rückgang unserer Wasserversorgung im Sommer-Herbst 2018 sind wir schon damals an unsere Versorgungsgrenzen gestoßen und durch den Klimawandel wird die Versorgungslage diesbezüglich nicht einfacher werden. Durch dieses Projekt haben wir allerdings auf Jahrzehnte wieder mehr Sicherheit in der Wasserversorgung unserer Bewohner aber auch der Landwirtschaft. ( Bgm. Kurt Krottenhammer)

„Durch dieses Generationenprojekt wird die Wasserversorgung der Bevölkerung, aber auch die Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Tourismusentwicklung langfristig abgesichert“, betont  Landesrat Christian Gantner.

Autor: Stefania Paris

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